Fluchende Römer

Damals, in grauer Vorzeit, als ich noch jung war ( 😉 ) habe ich ein paar Semester Archäologie studiert. Nur um dann irgendwann festzustellen, dass dieses Fach mich zwar sehr fasziniert, aber dass ich nicht als Archäologe arbeiten werde. Dennoch interessieren mich archäologische Funde noch immer. Besonders dann, wenn es um Magie geht. So bin ich vor kurzem auf einen Artikel im Internet gestoßen, der von einem alten römischen Fluch erzählt…

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Neben der Tatsache, dass der Magier gleich Dämonen und Gottheiten aus vier verschiedenen Kulturen und Glaubenssystemen um Hilfe bittet (er wollte anscheinend auf Nummer sicher gehen…) hat mich vor allem eine Sache sehr gefesselt: Der letzte Satz auf der Fluchtafel lautet: „Herrin Persephoneia, erfülle diesen vollkommenen Zauber.“ Ich finde es äußerst schlau in einen Zauberspruch einzubauen, dass er vollkommen ist. Ein vollkommener Zauber geht nicht schief, er verläuft exakt so wie er soll weil er keine Fehler hat, keine Makel. Perfekte Magie, sozusagen.

Ich wollte das ausprobieren. Ich habe also begonnen, eine Sigille zu malen (ein magisches Symbol, das Träger eines bestimmten Wunsches oder einer bestimmten Information ist). Eine genaue Vorstellung davon, was die Sigille tun sollte hatte ich noch nicht, ich wollte mich beim Zeichnen inspirieren lassen. Und genau so ist es auch gekommen, besser sogar als gedacht. Nachdem ich ein Pentagramm gezeichnet hatte fing ich an, in einer verschlüsselten Schrift zu schreiben. Es begann mit „Ein vollkommener Zauber.“. Und was nun? Ich hatte immer noch keine wirkliche Idee. Aber plötzlich fing ich dennoch an zu schreiben.

Ist Euch „Channeln“ ein Begriff? Das ist das, was die bunt glitzernden Frauen bei AstroTV (ein TV-Sender, der VIEL zu teure Beratungsgespräche mit „Engelmedien“, „Hellsehern“, „Kartenlegern“, etc. anbietet) hin und wieder machen. Channeln bedeutet, dass man als Medium bestimmte Botschaften empfängt und weitergibt. Von wem diese Botschaften kommen ist meist sehr unterschiedlich: Engel, Gottheiten, Geister, Ahnen, …  bei AstroTV kommt es hin und wieder auch vor, dass die „Meisterdelphine und Regenbogeneinhörner aus der Kristallgalaxie von Atlantis“ zu bestimmten Themen gefragt werden. Ja, das ist genau so lächerlich wie es sich anhört und hat in meinen Augen einzig den Zweck, Menschen das Geld aus der Tasche zu nehmen, die leichtgläubig genug sind und da anrufen.
ABER: Auch wenn AstroTV Menschen ausbeutet, ist das Empfangen von Botschaften in meinen Augen nicht immer gleich irgendein Humbug. Vor allem deswegen, weil es mir vor ein paar Tagen selbst passiert ist:

Nachdem ich den ersten Satz geschrieben hatte fing ich plötzlich an, einen ganzen Text um das Pentagramm zu schreiben, den ich erst nachdem ich fertig war wirklich verstehen konnte, nachdem ich ihn mir nochmals durchgelesen hatte. Das, was ich auf dieses Blatt Papier geschrieben habe kam definitiv nicht von mir. Und es ist ein sehr spannender Zauberspruch geworden:

1422366_1442068419353742_1973523435_n„Ein vollkommener Zauber. Alle Mächte gehorchen ihm. Alle Göttinnen und Götter bezeugen ihn. Alle Geister und Verbündeten, alle Ahnen und Freunde stehen hinter mir. Ich bin der Erschaffer meines Universums. Vollkommener Frieden manifestiert sich in mir, in meinem Körper, in meinem Denken und in meinem Fühlen, er strömt aus mir durch mein Handeln in Euch hinein. Alles wird ganz klar und einfach. Alle Komplikationen verschwinden, alle Täuschungen und Illusionen fallen ab. Unsere befreiten Geister richten sich auf und schauen nach vorn, hin zu vollkommener Liebe, zu vollkommenem Vertrauen und zu vollkommener Wahrheit. Wir optimieren das Universum. Wir erfüllen unser Schicksal und machen unsere Welt zu einem besseren Ort, einem Ort der Harmonie aller Lebewesen. Alle selbst erschaffenen und alle fremden Dämonen müssen weichen, alle Lügen werden aufgedeckt, alle Gifte werden ausgewaschen durch die Macht dieser Magie. Das ist die Freiheit, in die wir alle gehen. Es gibt keine Hindernisse. Es gibt keine Gegner. Es gibt keinen Kampf. In diesem Zustand hört alles Wissen auf. Es gibt nur noch perfektes Tun in Erleuchtung. So ist es. Der Prozess hat schon jetzt begonnen. Du kannst es fühlen. Du weißt, dass es wahr ist. Wir wachen auf zu unserer Heilung. Dieser Zauber ist vollkommen, in unserer Wirklichkeit und in der ultimativen Realität.“

Wow. Ich bin beeindruckt. Wer oder was auch immer das durch meine Hand geschickt hat: Cool, danke.

Ich werde diese Sigille am kommenden Wochenende auf ein magisches Treffen mitnehmen und sie gemeinsam mit anderen Mager/innen energetisch aufladen. Ich bin auf das Resultat gespannt.

Fazit: Auch im alten Rom hatten die Leute also schon viel Ahnung von Magie. UND: Nicht immer hat „Channeln“ etwas mit seltsamen Glitzergestalten auf flackernden Bildschirmen zu tun.

Gruß,

– Fuchs

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Revolution mit Gaia

Wir haben über die Jahre schon eine Menge Rituale (mit)gemacht, bei denen es um große Themen ging: Weltrettung! Das Monsanto-Problem lösen, beispielsweise. Oder die Krise in Fukushima abwenden, Frieden zwischen Nord- und Südkorea, Tierversuche, Welthunger, Umweltverschmutzung, usw… Und nach jedem dieser Rituale trat der selbe Effekt ein: Wir waren fertig, aber die Probleme waren immer noch da, immer noch genau so groß. Und wir waren immer noch keine Superhelden. Möglicherweise hat das Ritual funktioniert, eventuell hat sich jetzt ein langsam dauernder Veränderungsprozess in Gang gesetzt, vielleicht werden wir die Veränderung erst gar nicht sehen, vielleicht passiert das alles viel subtiler als gedacht, bla bla usw… man kann sich nach Ritualen eine Menge einreden. Und es fällt ehrlich gesagt schwer daran zu glauben, dass sich nach einem Ritual von einer Hand voll Leuten alles ändern wird.

Woran liegt das?

Einer der Gründe ist vermutlich der, dass wir tatsächlich zu groß denken. Die Probleme die wir in solchen Ritualen bearbeiten wollen sind so tiefgreifend und in so vielen wichtigen Lebensbereichen fest verankert, dass es wenig Sinn macht gleich den ganz großen Drachen zu jagen. Vor allem weil es immer schwerer fällt, je größer der erhoffte Effekt ist. Wir trauen uns einfach nicht, daran zu glauben, wir haben nicht genug Vertrauen in unsere magischen Fähigkeiten. Es ist vermutlich gescheiter, im Kleinen zu beginnen und diese kleinen Veränderungen wie eine Dominokette weitere Veränderungen auslösen zu lassen. Das was wir brauchen ist kein großer Knall, der auf einmal alles besser macht, sondern eine Transformation. Und die muss hauptsächlich erstmal in unseren Köpfen passieren, Sprichwort „geistige Evolution“.

Aber ein weiterer, noch entscheidenderer Grund für das Ausbleiben eines sichtbaren Erfolges ist Angst. Angst vor (R)Evolution, vor Veränderungen die so groß sind, dass eventuell sogar die Gesellschaft komplett umgekrempelt wird, dass schwere, gefährliche Zeiten anbrechen, in denen alte Systeme sterben und neue geboren werden. Was wenn diese Veränderungen weh tun werden? Was wenn ich auf all meine Sicherheiten verzichten muss, die mir diese Gesellschaft bietet, usw. Angst zerstört Rituale, bevor sie angefangen haben. Wovor ich mich unterbewusst fürchte, das kann ich in einem Ritual nicht manifestieren. Etwas sträubt sich dagegen, man kann sich nicht voll darauf einlassen.

Wir wollen diese Angst in den Griff bekommen, um effektiver zaubern zu können. Selbst wenn das bedeutet, dass wir eventuell unangenehme Konsequenzen in Kauf nehmen müssen, die für die gewünschten Veränderungen notwendig sind. Die Welt, bzw. die Menschheit muss sich verändern, egal um welchen Preis.

Dieses Ritual haben wir vor ein paar Wochen mit einer größeren Gruppe gemacht und wollen es nun mit Euch teilen, weil es uns ein wichtiges Anliegen ist.
Wir haben mit Gaia gearbeitet, dem Geist dieses Planeten, seiner Fülle, seiner Fruchtbarkeit und seiner Lebendigkeit. Gaia ist sozusagen der Knotenpunkt, in dem sich alle Energien der Lebewesen der Erde treffen. Um mit Gaia in Kontakt zu treten haben wir die Geräusche der Erde abgespielt, die die Nasa mit Satelliten aufgenommen hat (Tipp: auf youtube gibt es die Geräusche der Erde und anderer Planeten, die sich erstaunlich gut zum zaubern eignen). Während diese Geräusche als Dauerschleife liefen haben wir Trommeln gespielt und es begann eine schamanische Reise in den Erdkern. Dort, im flüssigen Magma, wurde mit Gaia ein Prozess in Gang gesetzt, der unser Bewusstsein verändert.

Wir haben Gaia gebeten, uns bei der Überwindung von Angst zu helfen. Und allen anderen Menschen auch. Denn diese Angst vor Veränderung lähmt nicht nur unsere Magie, sie lähmt uns alle auch als Ganzes, sie hält uns davon ab hinzusehen, die Brennpunkte zu verstehen und die notwendigen Veränderungen in Angriff zu nehmen. Es hilft nicht viel wenn ein paar Leute keine Angst mehr haben, die Mehrheit der Menschheit aber immer noch gemütlich auf dem Sofa sitzt und vor den Bildschirmen sprichwörtlich erblindet, während die Welt hinter der Wohnzimmerwand immer weiter den Bach runter geht. Wir wollen, dass die Menschen aufwachen, dass sie hinter den Vorhang der 15-minütigen Nachrichten am Abend schauen und die wirklich wichtigen Informationen finden. Wir wollen, dass wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen und uns aufraffen, um diese Welt zu einem dauerhaft lebensfreundlichen Ort zu machen. Denn wenn wir nicht an diesem gemeinsamen Strang ziehen, ziehen wir bald an gar nichts mehr.

Was ist während der schamanischen Reise passiert?

Das lässt sich leider nur schlecht beschreiben, weil wir selbst keine schamanische Reise unternommen haben. Anstatt dessen waren wir mit anderen Dingen beschäftigt. Das lag daran, dass Bär bereits während der Ritualerklärung plötzlich in eine Trance fiel und von einem Geist besessen wurde, mit dem er schon häufiger gearbeitet hatte. Dieser Geist ist meist sehr wütend und aggressiv, so auch dieses Mal. Er fing an zu brüllen und zu weinen und ging schon beinahe auf die anderen Ritualteilnehmer mit einer Keule los. Er war wütend, weil er auf einmal den Schmerz der Welt spürte, so deutlich, dass er am liebsten alles kurz und klein geschlagen hätte, weil bisher niemand wirklich etwas an diesem Zustand ändert. Fuchs kannte diesen Geist glücklicherweise schon. Weil wir ein gut eingespieltes Team sind dauerte es nicht lange, bis die Situation wieder unter Kontrolle war. Die schamanische Reise konnte beginnen. Bär war aber immer noch mit seinem Geist beschäftigt, also konzentrierten wir uns lieber darauf, die Anderen bei ihrer Reise zu unterstützen.

Wir haben im Lauf der Zeit die Erfahrung gemacht, dass Rituale, die auf diese Art und Weise aus dem Ruder laufen meistens besser funktionieren als solche, die komplett nach Plan verlaufen. Wenn sich bestimmte Geister einmischen und unvorhergesehene Dinge passieren, dann meist deshalb weil diese Dinge wichtig sind und passieren müssen. Vermutlich war es also gut, dass ein paar Leuten ein gehöriger Schrecken eingejagt wurde, um deutlich zu machen wie ernst der Anlass war.
Wir hatten nach persönlichen Gesprächen mit einigen Teilnehmern den Eindruck, dass der Prozess, den wir in Gang setzen wollten gut funktioniert hat. Viele berichteten uns von ganz expliziten Situationen, die ihnen vorgeführt wurden und aus denen heraus sie ihre Angst besser verstehen und kontrollieren konnten.

Wir möchten Euch hiermit bitten, unsere Arbeit zu unterstützen. Entweder durch eine schamanische Reise oder durch ein anderes Ritual. Es ist auch in Eurem Interesse. 

Alles Gute,

– Bär und Fuchs